Stadtparkgeschichte

Geschichte des Stadtparks

stadtpark-sepia-900

Der Standort im Hammertal selber blickt auf eine Tradition zurück, die bis zum Ende des 17. Jahrhunderts reicht. Einst als Walkmühle gegründet ging die Nutzung des Geländes über einen Eisenhammer bis hin zur Turnhalle. Schon 1797 wurde das erste Schankrecht erteilt. Aus dem Frankenberger Hammertal dröhnte einst der Kneipenlärm aus dem ‚blutigen Knochen‘ (Bezeichnung wegen so mancher Schlägerei nach dem Zechgelage der Schmiedegesellen) herüber.  1889 wurde das Anwesen verkauft und unter dem neuen Namen „Stadtpark“ eröffnet. Die Namensgebung gibt heute noch einige Rätsel auf, da es einen Park nachweislich nicht in der näheren Umgebung gab, vermutlich ist hinter der Gaststätte eine parkähnliche Anlage entstanden. 1913 erfolgte der Anbau eines Tanzsaalgebäudes und Umbau des  bestehenden Tanzsaales, 1930 wurde eine Lichtspielvorführungsanlage eingebaut. Im Jahr 1931 übernahm der Arbeiter- Turn und Sportverein das Grundstück bis zur 1934 Zwangsversteigerung des Gebäudes und dem Verbot des Vereins.

Karl Kleiner(t) ersteigerte 1935 das Objekt. Es erfolgte die Entwicklung zum Ballhaus als beliebtes Ausflugs- und Tanzlokal in Frankenberg. „Wir gingen hier tanzen, zum Fasching, und auch Theateraufführungen gab es“ erinnerte sich Johannes Roßberg (Ehrenbürger der Stadt). In dieser Art existierte das Etablissement, mit kurzer Unterbrechung in den Kriegsjahren, wo es als Lazarett diente, bis in die 50er Jahre, danach Schließung des Lokals und später Eröffnung eines Jugendklubs „Spektrum“ und Nutzung des Saals für den Schulsport.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends war in der Freie Presse zu lesen: „Die Zeit drängt. Nicht nur, dass das leer stehende Haus von Jahr zu Jahr mehr verfällt, auch die alten Frankenberger würden wohl gern noch erleben, wie sie im neuen, alten Ballsaal schwofen, ganz wie früher“ .

Mit dem Verkauf des Grundstückes  und Übergabe des Objektes in die Hände der Wohnungsgesellschaft mbH Frankenberg/Sachsen im Jahr 2000 beginnt eine neue Ära im Hammertal.  Nach der Konzepterarbeitung und Planung wird am  26.11.2002 14:27 Uhr mit dem Gießen der Betonplatte für das neue Treppenhaus begonnen.  Schon am 30.8.2003 können sich die Frankenberger beim Tag der offenen Tür auf der Stadtparkbaustelle unter dem Motto:  „Baustelle ist

Schaustelle“ umsehen.  Das Jahr 2004 beginnt mit dem Neujahrsempfang im neu eröffneten Stadtpark durch Bürgermeister Thomas Firmenich („Welch Glanz in diesem Haus“) und Gräfin Cosel.

Am 23. Januar 2004 findet die offizielle Eröffnungsfeier des Veranstaltungs- und Kulturforums Stadtpark statt, das künftig eine Heimstatt für kulturelle Veranstaltungen, Tagungen, Messen, Beratungen und Feiern unterschiedlichster Art werden soll.